FASHION DESIGN
Aug 07, 2010
fabric interseason
Das österreichische Designlabel "fabrics interseason" wurde von Wally Salner und Johannes Schweiger gegründet. Das Label arbeitet und positioniert sich in einem internationalen Netzwerk aus elektronischer Musik, bildender Kunst und Modedesign. Die konzeptionelle Arbeitsweise von "fabrics interseason" spiegelt sich in Form umfangreicher Recherchen zu gesellschaftlichen Phänomenen wie beispielsweise „Neue Armut“ oder „All-Inclusive Passivität“ wieder und arbeitet in weiterer Folge mit sozial-kulturell tradierten Kleiderkonventionen und ihrem identitätsstiftenden Charakter wie etwa Trauerkleidung oder feministisch-politisch konnotierten Bekleidungsstandards. Mit dem hauseigenen Plattenlabel ego vacuum rec. und den elektronischen Soundtrackreleases erweitert "fabrics interseason" seine Auffassung von Mode und Design ebenso wie mit konzeptionellen Projekten und Ausstellungsbeteilungen im Kunstkontext. (Quelle: Unit_f Förderdatenbank)



Bilder: "Hitzing Reform" Sommer08 - Fabrics Interseason haben dazu die “Biobourgeosie“ im Wiener Soziotop zwischen den Vierteln Döbling und Hietzing ausgemacht. Als kritische Begleiter sind sie mit so viel Empathie wie Skepzis dabei. Ihre Kollektion bekommt genau dadurch Schärfe im Wallawalla-Look. (Quelle: http://de-bug.de/mode/archives/599.html)
House of the very Island´s Club Division Midddlesex Klassenkampf but the question is where are you, now?

Jakob Lena Knebl, Karin Krapfenbauer, Markus Hausleitner und Martin Sulzbacher sind ein Designerkollektiv, das unter dem nicht leicht zu merkenden Namen "House of the very Island´s Club Division Midddlesex Klassenkampf but the question is where are you, now?" firmirt. Kennen gelernt haben sich die vier in der Modeklasse Raf Simons an der Angewandten, es eint sie - neben einer starken Verankerung in der künstlerischen Undergroundszene - einerseits das soziale Gewissen, das die ökologische Verträglichkeit der Materialien sowie faire Herstellungsbedingungen selbstverstndlich macht, andererseits auch das Interesse an Genderdiskursen und Crossdressing.
Fast Alle Stücke der Kollektion sind unisex, Geschlechtergrenzen werden weitgehend aufgelöst, indem man vom Körper weg arbeitet und Silhouetten nicht betont. Hause of the...., in deren Shows stets Videoinstallationen integriert sind, machten sich international so rasch einen (exzentrischen) Namen. (Aus: Wien live/ Mai 08)
Apr 11, 2010
Bernhard Willhelm
Der deutsche Modemacher Bernhard Willhelm ist für seine ausgefallene Mode und vor allem für seine unkonventionellen Präsentationen bekannt.

2004 machte er die Kostümausstattung und eine gleichnamige Kollektion für den Film "Ghost´s, man erkennt schon damals seinen starken Hang zum Humor. Die Geister wirken gar nicht Furcht erregend sondern eher freundlich und symphatisch.

Bernhard Willhelm bricht Klischees. Modestile, Farben und Materialien werden neu gemixt. Aber auch überspitzte Darstellungen unserer Gesellschaft werden von ihm thematisiert: Superhelden, Soldaten, Rockstars Sportler etc. werden wie ein Konsumgut gehypt. Bernhard Willhelm inszeniert diese Stereotypen und stark vorbelasteten Symbole neu - immer mit einer Prise Humor.
Auch politische Themen greift er auf, wie zum Bsp. seine Toten-Make-Ups zum Start des Irak-Krieges, die Ölkrise, den Subprime-Markt, die schlechten Nachrichten im Fernsehen – all das setzt er in Mode um.


Willhelm liebt das Außergewöhnliche: So hat er für eine Modenschau einst die Models nur wenige Stunden zuvor an der Pariser Metrostation Barbès eingesammelt.
Die Winterkollektion 2010 wurde auch mittels einer Installation anstelle einer Laufstegshow präsentiert (siehe:http://vimeo.com/9958273)
http://bernhard-willhelm.com/
Dec 14, 2009
Vivienne Westwood
Vivienne Westwood is a woman of protest- here some real life examples:
1. Westwood- Protest on the Catwalk:

Fashion show- Vivienne Westwood
The high priestess of punk, Dame Vivienne Westwood, who has vowed to vote Conservative at the next election, could not resist a political statement at her first catwalk show in London for 10 years.
She opened her Red Label collection at London Fashion Week with a male model wearing "Guantanamo Orange" underpants and a girl carrying a placard protesting for the rights of prisoners at Guantanamo Bay.
2. Westwood herself on the streets:
Vivienne Westwood denounces climate change at G20 protest

Walking through the peaceful “climate camp” zone in Bishopsgate, Westwood warned that if politicians did not take note, the human race faced “extinction”. Wearing a bandana which read “Chaos”, Westwood said she hoped the protests would have a positive effect on climate change. “It raises public awareness of the problem the human race faces, which it’s never faced before, which is extinction.” She added, “The more the public gets to grips with it, the more chance we’ve got to deal with it. Politicians will act in that case. All the business about finacial collapse is linked to it – it’s all part of the madness.”


Internetshop Neofaction Aparell - The Spirit of Revolution
communist, marxist, anarchist and political t-shirts and accessoires

Nov 25, 2009
Palästinensertuch
1. Das Palästinensertuch in seiner ursprünglichen Bedeutung. 2. Das Tuch als Kleidungsaccessoire in Demonstrationsform. 3. Das Tuch als Fashion Accessoire.
Das Palästinensertuch, auch Palituch oder Kufiya genannt, erfreute sich in den Siebziger bzw. Achtziger Jahren im linken Bereich einer großen Beliebtheit. So wurde es besonders in Protestsituationen, nicht nur solchen mit antiimperialistischen Hintergrund, häufig zur Vermummung eingesetzt.
1. Ursprung:
Die Kufiya ist ein von arabischen Männern getragenes Kopftuch und wird vor allem als Schutz vor der Sonne verwendet. Durch den Nahostkonflikt wurde die Bezeichnung Palästinensertuch immer populärer. Im Zuge des jenes Konfliktes hat sich die Kufiya zu einem Symbol für die Unabhängigkeit Palästinas entwickelt. Die Kufiya wurde anfangs von arabischen Beduinen und sesshaften Bauern in dieser Region getragen. Die Kufiya entwickelte sich im gesamten arabischen Raum zu einem traditionellen Kleidungsstück und ist noch heute weit verbreitet. Das Tuch wird als Kopfbedeckung gegen intensive Sonneneinstrahlung getragen, dient aber auch bei Wüstenstürmen als Schutzbedeckung der Augen und des Mundes vor Staub und Sand. Die traditionelle Kopfbedeckung existiert in unzähligen Variationen und Farben. Die heutige Bekanntheit und Bezeichnung als Palästinensertuch erlangte die Kufiya in den 1970er Jahren durch Jassir Arafat, der zur wichtigsten Figur des palästinensischen Befreiungskampfes wurde. Sie ist Arafats Markenzeichen geworden, mit der er öffentlich auftrat und das Tuch dadurch weltweit bekannt machte.


2. Kleidungsaccessoire in Demonstrationsform:
In den Siebzigern galt das Tuch als Ausdruck politischen Bewusstseins, der Fortschrittlichkeit und des Protests. Das sich auch Terroristen damals gern mit dem Tuch zeigten, erhöhte den Marktwert. Ein Tuch als Ausdruck für Rebellion. Seit den Tagen des 68er Studentenprotests in Deutschland ist in der linken Jugendkultur das „Palituch“ ein beliebtes Zeichen zum Ausdruck der persönlichen Zugehörigkeit insbesondere zur antiimerialistischen Strömung innerhalb des politisch linken Lagers und der alternativen Szene geworden. Es wird dort als Zeichen des Widerstands gegen Repression und als Symbol persönlicher Freiheit verstanden.
3. Fashion Accessoires:
Abseits seiner eigentlichen politischen Bedeutung wird das Palästinensertuch in verschiedensten Jugendkulturen
auch gerne als Modeaccessoire ohne unmittelbar politischen Symbolgehalt
besonders von sehr jungen Menschen verwendet. (siehe auch Krocha). Ob knallfarben, bestickt oder in den klassischen Farben: Das Palästinensrtuch erlebt eine Renaissance als Modeaccessoire. Doch Es wird Kritik laut, denn jener Trend entweihe das Nationalsymbol, wettern nicht nur die Palästinenser.
Heutzutage schmücken sich Jugendlichen mit dem Tuch und tun das, ohne darüber nachzudenken, was es bedeutet.



"Ute Bock" T-Shirts
T-Shirts des Vereins "Ute Bock" als politisches Statement
Demonstration für das Tragen von Miniröcken, Johannesburg 2008
Anlass der Demonstration ist der Übergriff auf eine junge Frau weil sie zu freizügig bekleidet war.
Chalayan
Hussein Chalayan MBE (given name Hüseyin Çağlayan) (born 1970) is a British/Turkish Cypriot fashion designer who graduated from Central Saint Martins in 1993.

Radicals in the fashion world
There are some important radical fashion designers, who work with elements of protest, mummery or the disconnection of the personality like demostrants do during their marches to protect themselves.
1. Maison Martin Margiela:


2. Comme des Garçons:




3. Gareth Pugh:




Nov 18, 2009
Radical Chic
- Definition Radical Chic:
"the adoption of radical views, dress, or lifestyle by members of the upper class; association of the upper class with radicals."
- Herkunft "Radical Chic":
The phrase "radical chic" originated from Wolfe's famous 1970 article, "These Radical Chic Evenings," first published in New York magazine and later compiled for his books Radical Chic & Mau-Mauing the Flak Catchers and The Purple Decades. In the essay, Wolfe used the term to satirize composer Leonard Bernstein and his friends for their absurdity in hosting a fundraising party for the Black Panthers—an organization whose members, activities, and goals were clearly incongruous with those of Bernstein's white elite circle. Wolfe's concept of radical chic was intended to lampoon individuals who endorsed leftist radicalism merely to affect worldliness, assuage white guilt, or garner prestige, rather than to affirm genuine political convictions.
"Terrorist chic" is a modern expression with similar connotations and is a more recent and specific variation of the term. It refers to the appropriation of symbols, objects, and aesthetics related to radical militants, usually in the context of pop culture or fashion. When such imagery is deployed subversively, the process exemplifies aestheticization as propaganda. Regardless, because terrorist chic derives its iconography from groups and individuals often associated with violent conflict or terrorism, the term carries a greater pejorative tone than "radical chic."
- Links zu Beiträgen "Radical Chic":
http://www.stern.de/politik/geschichte/terror-und-zeitgeist-die-raf-ist-radical-chic-588432.html
http://www.zeit.de/2003/37/Jugendbewegung
- Beispiele aus der Mode:








